Der Sardar Sarovar Damm ist die größte Staumauer Indiens – jetzt soll sie um über hundert Meter erhöht werden. Ein Prestigeobjekt zur landwirtschaftlichen Bewässerung. Doch mit jedem Meter Damm ertrinkt auch ein Stück Lebensraum entlang des 1300 Kilometer langen Narmada-Flusses, drohen die Dörfer und Felder von 200 000 Menschen in den Fluten zu verschwinden. Doch die Betroffenen lassen sich nicht umsiedeln. Sollte die Regierung den Bau nicht stoppen, sind sie bereit, mit unterzugehen. Die Menschen im Narmadatal in Indien protestieren gegen ihren Untergang. Sie sollen ihre Felder und Dörfer verlassen, damit das Gebiet durch eine Staudammerhöhung geflutet werden kann. Doch sie wollen nicht gehen – lieber ertrinken sie im Wasser des Narmada-Flusses. Zahlreiche Bauern haben sich in der NBA, der „Nármada Bachao Andólan”, einer Organisation die gegen das Stauprojekt kämpft, zusammengeschlossen. Medha Patkar ist die Seele der Organisation. Sie hat vor 15 Jahren ihren Beruf als Dozentin an einer Universität aufgegeben, um sich ganz dem Kampf gegen das Großprojekt zu widmen. Doch die Zeit drängt. Tag für Tag wächst der Staudamm weiter und Tag für Tag werden dem Land mehr Ressourcen geraubt. Denn bevor die Flut kommt, werden sämtliche Bäume gefällt. Dadurch wird den Adivasi, den Ureinwohnern Indiens, ihre wichtigste Lebensgrundlage genommen. Sie leben traditionell vom Wald und vom Fluss. Die Regierung will die Menschen umsiedeln — doch es gibt weder einen Plan noch freies Land …
